Berge des Wahnsinns

Aufbruch und Überfahrt nach Melbourne (9.9.-12.10.1933)

Es gibt im selben Zeitraum 5 weitere Expeditionen in die Antarktis, aber alle mit anderen Zielen als unsere, so dass wir (eigentlich) außer Konkurrenz laufen. (Ellsworth, Bird, Blacken, Lexington, Barsmeier(?)-Falken)

9./10.9.1933

Der neue Kapitän Vreydenburg wird vorgestellt: Ein erfahrener Mann, führt ein strenges Regiment (“to run a tide ship”).

Die Schiffsreparaturen werden zügig voran getrieben, damit sich die Abreise aufgrund der Explosion nur um wenige Tage auf den 11.09. verschiebt.

Das gibt uns Zeit für weitere Recherchen:

  • Toni will Baupläne vom Schiff Talhahassi. Da die Reede in England sitzt, lassen diese sich aber nicht so schnell auftreiben. Weiter will er einen Schiffsexperten befragen, Dynamit befindet sich ja genug an Bord.
  • Artikel zum Mord an Douglas erwähnt zwei Fischer (Thomas Gregor und Phil Jones) die den Vorfall beobachtet haben, Suche nach den Fischern → Toni hört sich um, und findet an den Docs jemanden, der jemanden kennt, der etc. …
    Emma und Toni machen sich auf den Weg und die Fischer schließlich ausfindig, nach ein paar Getränken sind diese auch redewillig:
    Sie haben ein “Gerangel am Hafen beobachtet, dann gab es einen Platsch” und sie haben “so was großes, glitzerndes, na, so einen großen Fisch” gesehen, “war schon irgendwie merkwürdig”.
  • Mein Assitent soll weiter nach Artikeln und Inormationen zu A. Lexington und ihrem Vater suchen:
    - P.W. Lexington war eine wichtige Gestalt im NY Gesellschaftsleben
    - Acacia wurde 1902 geboren, rundherum versorgt, manche sagen verhätschelt, mit Pony zum 4. Geburtstag, Kindermädchen, viele Bildungsreisen, Unterricht im Fechten & Schießen … wird als dominantes und schlaues Kind beschrieben
    - ihre Mutter Colene kam 1913 während einer Grippeepidemie ums Leben
    - sehr enge Bindung zwischen Vater und Tochter, er hat für die gemeinsamen Reisen mit der Tochter die Geschäfte schleifen lassen,
    - mit 14 J. kommt sie in ein Pensionat für höhere Töchter, was nicht lange gut ging, sie wurde der Schule verwiesen, dennoch 1918/19 hochgelobte (gebildete, schöne) Debütantin in NY Gesellschaftskreisen
    - Zeitungsartikel zum Tod P.W. Lexingtons:
    23. Juli 1921 Er wird tot in seinem Arbeitszimmer gefunden mit Schussverletzung am Kopf,
    “In Anbetracht des allgemeinen Zustandes des Arbeitszimmers wurde eine Fremdeinwirkung zunächst nicht ausgeschlossen. … Aber an Lexingtons Kopf und rechter Hand konnten die schmauchspuren einer Schusswaffe gesichert werden … Im Zusammenhang mit den Fundorten von Leiche und Waffe schließen wir deshalb eher auf Eigen- denn auf Fremdeinwirkung. … Tochter Acacia ist anderer Ansicht.”
    - Ein weiterer Artikel weist darauf hin, dass die Fahnenabzüge zur Erstausgabe von E.A.Poes “Die denkwürdigen Ereignisse des Arthur Gordon Pym” aus P.W.L.s Arbeitszimmer verschwunden sind, Acacia stellt einen Zusammenhang zwischen Tod ihres Vaters und dem Verschwinden her.
    Schon kurz später nimmt sie die Mordvorwürfe allerdings zurück und spricht auch nicht mehr vom Raub – “Die Inventur des Hauses geht immer noch weiter, und ich bin zuversichtlich, dass wir das Buch auch wiedergefunden haben werden, wenn ich damit fertig bin.”
    - Entgegen den Erwartungen und Bräuchen der Gesellschaft übernimmt sie die Geschäfte selbst. Unsere Vermutung: sie hat Mord- u Raubtheorien widerrufen, um nicht als verwirrt abgestempelt werden zu können.
    - Sie erhält den Spitznamen “Baratuda” und führt die Geschäfte in den Folgejahren sehr erfolgreich und übersteht auch den Börsencrash gut. Dabei wird sie als rastlos, unweiblich und abenteuerlustig beschrieben.
  • Verbindung zwischen Acacia und Stalkweather:
    ein Zeitungsartikel “Gentleman rettet Millionenerbin” 20.10.1920
    Acacia bereiste mehrere Wochen lang Schwarzafrika
    “Auf dem Rückweg nach Nairobi wurde die Expedition an einem Fluss von unerwarteten und heftigen Regenfällen überrascht und ging ums Haar zuschanden, da die Wilden in Panik gerieten.
    Beherzt rief Hauptmann Stalkweather jedoch die Eingeborenen zur Ordnung und hieß sie, Bäume zu fällen und zu Flößen für die Überquerung des Flusses zusammenzufügen.
    Wohl um die wahren Gefahren eines solchen Unterfangens wissend, begab er sich sodann selbst in ein nahegelegenes Dorf, wo er in ausreichender Zahl Kanus zu beschaffen wusste …”
    der Artikel sorgt zumindest dafür, dass Stalkweather danach wiede im Gespräch ist
    andere Verbindungen/ Vorfälle zwischen den beiden finden wir nicht
  • E.A.Poes “Die denkwürdigen Ereignisse des Arthur Gordon Pym”
    Es sollte während einer Auktion angeboten werden, wurde kurz vor dem Tod P.W.Lexingtons im Katalog vom Auktionator Bosley aufgeführt.
    Fahnenabzüge sind anscheinend nicht wieder aufgetaucht, es wurde jedenfalls nicht mehr verkauft, angeboten o.ä.
    Ich vereinbare einen Termin mit Bosley, dieser ist auch Lit.professor und ganz interessiert an dem Thema. Er schenkt mir einen Original Pym – den nehme ich mir für die Schiffsreise vor.
    Bei dem vermissten Manuskript soll es sich um eine unbekannte ursprüngliche Version handeln. Bosley hat selbst etwas recherchiert und bringt das Antwortschreiben vom Vorbesitzer Stanley Edgar Fuchs mit.
    Die ersten 25 Kap. identisch, weitere fünf aber “von unerfreulich fantastischem Inhalt und dabei noch um einiges makabrer als gewöhnlich.
    Sie handelten wohl von einem Stamme grausiger Kreaturen, die in der Antarktis leben und dort in irgendeiner Weise Menschen opfern sollten.”
    Fuchs selbst befand diese Kapitel für eine Fälschung aus anderer Feder, aufgrund von anderem Stil und Inhalt. Der Sammler, von dem er es wiederum erworben hatte, Mister White, war von der Echtheit überzeugt.
    Offenbar haben sich noch eine Reihe weiterer Sammler bei Fuchs nach dem Werk erkundigt, die er allesamt auf Lexington verwies.

11.09.-23.09.1933

Wir laufen am 11.09. bei Sonnenaufgang aus!

Ich beschäftige mich mit Lesen und dem wissenschaftlichen Austausch mit Kollegen an Bord.
Toni säuft und spielt mit der Besatzung, Emma … , Maurice …

Schiffs- und Expeditionsbesatzung leben und agieren sehr getrennt voneinander auf dem Schiff.
Offiziere sind Verbindungsglieder, wir dinieren auch mit ihnen.
Der 1. Offizier Turlow ist unser 1. Ansprechpartner.

Stalkweathers Laune bessert sich mit jeder gemachten Meile.
Moore plant und tüftelt in seiner Kabine.
Weitere Wissenschaftler an Bord: Aufzählung folgt nach

Als Beschäftigung an Bord und auch zur Vorbereitung der Expedition werden folgende Kurse an Bord angeboten:
(Wir können jeder zwei davon besuchen /die skills entwickeln!)

  1. Überlebenskunst Antarktis (Toni besucht den)
  2. 1. Hilfe (Emma)
  3. Klettern
  4. Flugzeugwartung
  5. Flugnavigation
  6. Hundeführung (Emma, Ilse)
  7. Metereologie
  8. Funk (Ilse)
  9. schweres Gerät (Toni)
  10. Geologie
  11. Geschichtskenntnisse
  12. Tanzen
  13. Origami

und auch selbst Kurse anbieten:
Toni und Charles Myres “Boxkunst”
Emma “Meditation/ innere Ruhe”, als sie ihn in “Stresssituationen bewätigen” umbenennt läuft der auch.

ca. 1 Woche nach Abreise sind wir an Kuba vorbei, Geruch von Urwald schlägt uns entgegen, 1 Tag Aufenthalt in Panama, dann geht’s weiter, das Wetter wird zunehmend schlechter, die See rauer, Unruhe unter der Besatzung ist zu bemerken – Braut sich da etwas zusammen?

24.09.

Die See ist heute endlich ruhiger.
Die Mannschaft scheint irgendetwas zu planen, alle sind merkwürdig geschäftig. Als wir Turlow darauf ansprechen, beruhigt er uns.
Des Nächtens werden wir von Lärm und Licht geweckt – ein Gesandter Neptuns (Maat soundso) tritt auf und lädt uns und alle anderen Landratten zur Äquatortaufe am nächsten Tag um 14.30h.
Das also war es was vorbereitet wurde ….

25.09.

Der Hofstaat Neptuns tritt auf.
Die Äquatortaufe ist ein für uns sehr erniedrigendes Erlebnis, endet aber sehr feucht fröhlich und scheint die Mannschaft uns gegenüber insgesamt aufgeschlossener und versöhnlicher zu stimmen.
Plötzlich nehme ich einen sehr unangenehmen Geruch wahr, mache Toni darauf aufmerksam. - Nach kurzer Zeit finden wir die Ursache – Ammoniak der Kühlung läuft aus!
Es folgen drei Tage “Festmahl” immer mit einer Note von Ammoniak, danach heißt es darben.
Ich schaue mir den Ort des Geschehens nocheinmal genauer an und erkenne Sabotage! Hier handelt es sich um keine natürlich Korrosion der Rohre. Wir reden mit Turlow darüber.
Von nun an werden Maschinenraum, Treibstoffe und Ruder bewacht.

Eine Nacht später ist Tumult von unten zu vernehmen. Aufruhr in den Hundekäfigen. 5 Hunde tot, die anderen regen sich wieder ab. Nervengift? Es riecht chemisch.

Daraufhin wird das Schiff regelmäßig genauer unter die Lupe genommen.

28.09. – 5.10.

Die Sabotageakte reißen nicht ab.
Es wird ein Zündsatz unter dem Benzin der Flugzeuge gefunden.
Einige Sauerstoffflaschen sind zu leicht.
Filmentwickler riechen falsch – zuviel Chlor ….

Aber wir können den Verdächtigenkreis einschränken:
Wer hat Zugang sowohl zu den Kühlzellen als auch zu den Frachträumen?
Wer von denen war zu den Tat-Zeiträumen nicht zugegen?
Das beschränkt sich auf 2 Stewarts: Philipp Coats und Hennings.

10.10.

Emma und Toni übernehmen das Verhör, unter Beobachtung von Kapitän Vreydenburg.
Coats verwickelt sich zwar in Widersprüche, ist sich aber offenbar keiner Schuld bewußt.
Hennings ist da schon eher der abgebrühte, lässt sich nichts anmerken.

Derweil sehen Maurice und Turlow sich in deren Kajüten um.
Maurice findet ein leeres Geheimfach unter Hennings Kajüte.

Darauf angesprochen behauptet er, dieses wäre für seinen Gin, da Alkoholiker – das wird durch den Käptn klar als Lüge enttarnt. Nach seiner Inhaftierung wird die Kajüte nochmal auseinander genommen, in seiner Matratze Zündschnurreste gefunden.

12.10.

Die australische Küste kommt in Sicht und ohne weiteren Zwischenfall erreichen wir den Hafen von Melbourne.

Comments

tilla

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