Berge des Wahnsinns

In den Bergen - 3.Lager
Maurice Kopf klärt sich

De 6 semaine rien de poudre. Je vais devenir fou. Die Welt ist genauso glasklar, kalt und eisig hart, wie ich sie in Erinnerung hatte, und das liegt nicht an den Temperaturen oder diesem Ewig an Eis da draußen. Alles hier ist still, kein Leben, keine Geräusche außer diesem Pfeifen, als würde der Wind uns eine monotone Arie vorsingen, die nie endet. Der Entzug versetzt mich in Paranoia, ich bilde mir beständig ein beobachtet zu werden. Je vraimont sais excactement pourcois J’ai pris le poudre.
Der Flug über den Pass hat eine von Jahrhunderten, Jahrtausenden? von Schnee und Eis bedeckte Stadt offenbart. Moore und Starkweather halten sich mit Deutungen noch zurück. Für mich sieht es nach Zivilisation aus, eine kolossale Ruinenstadt unter dem meterdicken, glasklaren Eis. Eine Hügellandschaft, die die alten Stadtformationen nur andeutet: Alleen, Häuser, Gänge. Alles in einer so bizzarren Architektur, Würfel, Pyramiden, Obelisken, aber so abstrakt, irgendwie nicht natürlich, als hätten sich die Erbauer eine eigene Art von Geometrie orientiert, die wir nicht nachvollziehen können. Alles hier ist zu groß, die Bewohner müssen Riesen gewesen sein. Alles wirkt alt, Tausende von Jahren alt.
Wir schlagen das Lager auf, Starkweather euphorisch, Moore besonnen, die anderen …beklommen? Der Sturm über unseren Köpfen macht den Rückflug unmöglich. Aber momentan könnte sowieso nur eine Maschine starten. Starkweather plant den Transport der restlichen Leute und vor allem der restlichen Ausrüstung vom letzten Basis-Lager. Ich habe andere Gedanken im Kopf: Wenn wir hier schnell verschwinden müssten, könnten wir mit einem Flugzeug ca. 800km an der Gebiergskette zum Meer fliegen, aber nur mit entsprechendem Treibstoffvorrat und weniger Leuten. Einige müssten zurück bleiben. Die Ausrüstung auch.
Starkweather organisiert gleich die erste Expedition in diesem “Tal”. Mit Toni und Ilse klettere ich auf diesen kegelförmigen Turm, 100m Durchmesser am Boden, ca. 30m hoch. Oben angekommen wird deutlich: der Turm war mal noch größer, vielleicht 70 bis 100m? Muss wie eine gigantische Nadel in den Himmel gestochen haben, bis es vor Jahrtausenden zusammenbrach. Der Ausblick bestätigt mich und offenbart mehr: die Stadt wurde ins Gebirge hinein gebaut. Der Flusslauf, unsere Flugschneise, endet am Pass und wird dort von 2 riesigen Säulen flankiert, die irgendwie das Ende des Flusses markieren. Unser “Tal” ist ein Platz, von dem 5 Alleen wegführen, Prospekte, kilometerweite Strahlen in diese Eisstadt hinaus, teils von Geröllbergen versperrt.
Inmitten des Kegels ein Loch, eine Art Schacht nach unten, 40m tief. Eine Rampe schlängelt sich an den Seitenmauern spiralförmig nach unten. Wir seilen uns runter.
Die Innewände des Kegels sind mit vereisten Reliefs bedeckt. Als wir das Eis entfernen die unfassbare Erkenntnis, unleugbar nun, zweifelsfrei, auch für Toni und Ilse: diese Kunst wurde von intelligenten Wesen gemacht. Aber so alt! Älter als die Menschheit, älter vielleicht als Leben auf diesem Planeten. Mit etwas Absinth könnte man sich das vielleicht noch vorstellen. Wir suchen nach Erklärungen für das Unerklärliche und scheitern. Ich schreibe alles raus. Es hilft ein bisschen.
Am Boden dieses Kegels finden wir 5 Gänge aus dem Fels gehauen, so riesig wie alles hier. Toni überredet uns in einen der Gänge zu gehen. Am Boden diese Kratzspuren, die wir andernorts bereits gesehen haben. Nicht frisch, aber auch nicht älter als hundert Jahre. Könnten diese Tiere? Wesen? Zivilisation? überlebt haben? Ich werde mich an meine verdrehten Sinne halten (müssen). Ich drängle zum Rückweg und überlege einmal mehr, was getan werden müsste, um diesen Ort schnellstmöglich verlassen zu können.
Im Lager Starkweather gewohnt euphorisch, überheblich, gezwungen optimistisch. Jeder hat seine eigene Droge um seiner Dämonen Herr zu werden.
Starkweather präsentiert fünfzackige-Specksteinsterne mit dieser Blindenschrift drauf, die keine ist, wie auf den Deckeln der Zylindersärge, was Starkweather natürlich nicht hören will. Eine Gruppe hat eine Höhle gefunden, die sich zum Übernachten eignet, also später Umzug des Lagers in diese Höhle. Toni erzählt vom Kegel-Inneren, den Reliefs. Nur Moore erfährt von den Kratzspuren. Er glaubt, dass diese älteren Wesen für den Überfall des Lakeschen Lagers verantwortlich sein könnten.
Der nächste Morgen ist grauenhaft, noch kälter. Alle sind gerädert.
Alle klettern in den Kegel und beginnen mit der Freilegung des Reliefs. Es zeigt die Geschichte einer Hochkultur, intelligent, alt, fliegende ältere Wesen, Ankunft in der Arktis, Ansiedlung im Wasser, Städtegründung auf dem Meeresgrund!, Bilder von Schreibenden, Kochen, Jagdten, Festmahlen, Zeremonien, religiösem Irgendwas, Sklaven oder Arbeitern, sowas wie Lastenträger. Ein Bild zeigt eine Bestattung, die Versenkung eines Körpers in einem Silo im Boden, in einen Zylinder, ein 5-zackiger Sternstein darauf. Die Bildserie untertitelt mit dieser Blindenschrift. Die untere Hälfte der Reliefbilder sind zu stark beschädigt, korrodiert, verwittert, wirken aber irgendwie anders, noch komplexer.
Toni, Edith und Starkweather gehen derweil in den Gang mit den Kratzspuren. Toni zeigt uns später ein Notizbuch mit Skizzen. Es gehörte wohl einem Teilnehmer der Lake-Expedition: Gatney war auch hier! Vermutlich mit Lake zusammen, aber nur Lake hat es zurück nach NY geschafft. Toni zeigt uns den Raum mit diesem leuchtenden Pilz überall, die Stifelabdrücke vor einem Relief, die Skizze dazu im Notizbuch. Diese Reliefs sind anders, komplexer, dekadenter, es beeindruckt stärker. Und es wirkt jünger als die Reliefs im Kegel. Ilse meint die Tintenklekse hinten im Notizbuch, erinnern sie an dieses Punkte-Arrangement auf den 5-Zack-Grabdeckeln.
Wir erkunden die restlichen 4 Gänge: 2 sind nach wenigen Metern durch Geröll versperrt. Der 4. geht bergab, Wände sind bearbeitet, aber ohne Reliefs, alles sieht “intakt” aus. Dann eine steile Rampe, noch eine und eine dritte. Je tiefer wir kommen, desto wärmer wird es. Am Ende ein kleiner Raum, künstlich geschaffen, 5×10m, an einer Wand eine kurze Steintreppe in die tote Wand eingearbeitet, in der Mitte 2 Schächte in die Erde. Darunter eine Kathedrale, 8m hoch, 50m lang, weitere Reliefs dieser jüngeren Machart, Säulen wie Totempfahle dieser älteren Wesen, alles aus schwarzem Stein. In der Mitte der Kathedrale ein großer monolithische Block aus schwarzem Gestein, ein Altar? ein Opfertisch? Davor Abbildungen von irgendwie religiös-mythischen Handlungen, ein Priester? Statthalter? In einer Hälfte ca. 20 Schächte im Boden, wieder diese Zylinderform und die Steindeckel dazu liegen an den Wänden. Eine Gruft. Ein einziger Schacht ist noch verschlossen. Toni und Starkweather öffnen und ich schwitze kalt als wäre ich wieder auf Entzug. In diesem Schacht finden wir Gatneys Leiche, er muss auf den Hinterkopf gestürzt und dann hier begraben worden sein. Von Lake?
Ich schreibe wie ich saufen würde, wenn es hier auch nur eine Flasche gäbe.
Toni will die gefrorene Leiche mitnehmen und in der Zivilisation begraben. Ilse will die Leiche mitnehmen, damit Moore sie zusammen mit einem Steinsplitter von diesem Altar untersuchen kann. Gegen Italo-Proll, Sturheit UND Starkweather komme ich nicht an. Moore freut sich und ich schreibe.

Toni scheint alles mit blindem Aktionismus zu verarbeiten. Auch bei mir siegt die Neugier. Also hinein in den letzten Gang. Wieder abschüssig, aber nur grob behauen, keine Eisschicht und es wird von Kilometer zu Kilometer wärmer. Nach vielen Kilometern landen wir schwitzend in einer Tropfsteinhöhle, spitze Stalagtiten und Stalagmiten bei ungefähr 0 Grad. Weiter runter den Gang, nach einer kleinen Rutschpartie sehen wir mit eigenen Augen, was Gatney in seinem Tagebuch beschrieben hat: eine Kolonie von Albino-Pinguinen in einem riesigen unterirdischen Gewölbe, unmöglich die Ausmaße zu erkennen, irgendwo plätschert Wasser.

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Vom Basislager zu den Bergen
fragmentarischer Rückblick von Maurice

Eigentlich war ein gemeinsames Lager und gemeinsame Wege mit den Deutschen und Lexington geplant. Aber die spielen wiedermal ihr eigenes Spiel (trotz einer seltsamen Explosion im Lexington-Lager), womit wir uns nach einem überstürzten Aufbruch allein in Richtung Südpol bewegen.
Einige Fragmente von der Etappe Rossmeer über das erste Zwischenlager von Lake bis hierher, unser drittes Lager: hinter diesem Gebirgskamm in einem fast kreisrunden Tal. Im Lakeschen Vorlager haben wir in diesen tonnenförmigen Löchern im Boden zylinderförmige – ja, was? – Särge? gefunden. Darin lagen diese Wesen: seesternförmige Beine, kleine Tentakel-Arme, 2-2,50m groß, holzähnliche Haut. Diese Viecher sind alt im evolutionsbiologichen Sinne, die Organismusstruktur erinnert an Amöben, Einzeller. Aber in dieser Größe? Könnten diese Urzeit-Wesen über Millionen von Jahren in dieser rudimentären Evolutionsstufe überlebt haben? Ich finde bei der Untersuchung ein gehirn-ähnliches Organ und etwas wie ein Herz, keine Augen, Ohren, dafür eine Art Mund. Der ganze Organismus wirkt einerseits hoch komplex, andererseits so niedrig entwickelt.
Wir haben außerdem ein Hunde-Massengrab entdeckt. Keine Ahnung, was den Tieren zugestoßen ist, aber es muss ein Massaker gewesen sein.
und dann dieses Tagebuch von Arther Gorden Pimp: gerät mit einem Kanu in Seenot, strandet in der Nähe der Antarktis auf einer Insel, trifft Wilde die einen Weißen abtransportieren. Findet Höhlen, Gänge, ein ganzes Höhlensystem, das wohl künstlich angelegt ist, seltsame Architektur, seltsame Mechanismen, fahrbare Untersätze und Schienen und zuletzt weiße Vögel, Pinguine.
Es wird zunehmend alles absurder.
Wir brechen von diesem Lager überstürtzt auf und nehmen nicht alles von unserer Ausrüstung mit, nur 12 Leute in den Maschinen, die Waffen, Sauerstoffflaschen. Lexington/Deutsche waren natürlich schneller, was unseren Starkweather mächtig wurmt.
Wir fliegen über einen Gebirgskamm in eine Art Tafelgebirge, bis auf 12Tsd.Meter, dann durch eine Art Schlucht, ein Pass, vielleicht ein alter Flußlauf. Der Wind ist hier so stark, dass unsere Piloten Mühe mit den Flugzeugen haben. Die Landung wird holprig und ein Flugzeug muss repariert werden. Also sitzen wir hier erstmal fest, auf 6000 Höhenmetern bei ca. 35 Grad Celsius unter Null.
—dieses Klingeln im Ohr, es macht mich noch wahnsinnig --.

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Letzte See-Etappe

Notizen von Maurice

18.10.1933

Nach dem Zwischenstop in Melbourne sind wir nun auf der letzten Etappe unserer Schiffsreise. Sechs etwas entspanntere Tage in der Stadt liegen hinter uns. Nachdem wir mit Jubel empfangen wurden und Hennings sofort abgeführt wurde, konnten wir einige Nächte an Land schlafen. Vorräte wurden aufgefüllt, langweilige Reden gehalten. Ich bin etwas durch die Stadt spaziert und fand in einem Antiquariat ein äußerst spannendes Buch über seltsame Krankheiten aus der Südsee. Der Antiquar schenkte mir außerdem ein kleines knisterndes Püppchen, dass offenbar als Glücksbringer der Maori-Fischer dient. Emma hat es etwas übertrieben. Auf der Suche nach frischen Lebensmitteln blieb sie die ganze Nacht weg und erzählte dann von Saufgelagen am Lagerfeuer: “Ich hoffe, dass ich nicht schwanger bin”. Etwas mehr Information, als ich mir gewünscht hätte.

19.10.1933

Der Maori-Fischer-Glücksbringer erscheint mir nicht besonders hilfreich. Nachdem wir gestern bei schönstem Wetter aufgebrochen waren und unsere ersten Wale – und das erste Eis – sahen, zog kurz darauf ein fürchterlicher Sturm auf. Mit Toni und zwei Hundeführern musste ich übers Deck in den Laderaum, eine äußerst halsbrecherische Angelegenheit, weil sich dort zwei Motorkisten gelöst hatten, inklusive ausgelaufenem Benzin. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt.

5.11.1933

Inzwischen ist der Anblick von Eis keine Seltenheit mehr, sondern Alltag. Wir folgen einer Fahrrinne durchs Packeis. Inklusive eines weiteren Sturms. Immerhin sitzt die SS Thalahassie 500 km entfernt im Packeis fest.

6.11.1933

Wir sind durch dichten Nebel gefahren und machten abends eine grausige Entdeckung. Ein Walfänger namens Wallaroo saß im Eis fest. Nur Überreste von Menschen konnten wir finden. Laut Logbuch hat eine Kesselexplosion das Schiff lahmgelegt. Der Kapitän, geplagt von Wundbrand, hat das noch notiert und sich schließlich umgebracht. Wir haben das restliche Benzin des Schiffes benutzt, um es mitsamt den Überresten anzuzünden.

14.11.1933

Wir sind angekommen! Gerade läuft die Entladung des Schiffs, um das Basislager auf dem unteren Schelf zu errichten. Vor zwei Tagen waren wir endlich durch das Packeis und im Ross-Meer angekommen. Noch zwei Tage früher hat allerdings Miss Lexington ihr Basislager in der Ross-Bucht errichtet. Hat sie es also doch noch geschafft.

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Aufbruch und Überfahrt nach Melbourne (9.9.-12.10.1933)

Es gibt im selben Zeitraum 5 weitere Expeditionen in die Antarktis, aber alle mit anderen Zielen als unsere, so dass wir (eigentlich) außer Konkurrenz laufen. (Ellsworth, Bird, Blacken, Lexington, Barsmeier(?)-Falken)

9./10.9.1933

Der neue Kapitän Vreydenburg wird vorgestellt: Ein erfahrener Mann, führt ein strenges Regiment (“to run a tide ship”).

Die Schiffsreparaturen werden zügig voran getrieben, damit sich die Abreise aufgrund der Explosion nur um wenige Tage auf den 11.09. verschiebt.

Das gibt uns Zeit für weitere Recherchen:

  • Toni will Baupläne vom Schiff Talhahassi. Da die Reede in England sitzt, lassen diese sich aber nicht so schnell auftreiben. Weiter will er einen Schiffsexperten befragen, Dynamit befindet sich ja genug an Bord.
  • Artikel zum Mord an Douglas erwähnt zwei Fischer (Thomas Gregor und Phil Jones) die den Vorfall beobachtet haben, Suche nach den Fischern → Toni hört sich um, und findet an den Docs jemanden, der jemanden kennt, der etc. …
    Emma und Toni machen sich auf den Weg und die Fischer schließlich ausfindig, nach ein paar Getränken sind diese auch redewillig:
    Sie haben ein “Gerangel am Hafen beobachtet, dann gab es einen Platsch” und sie haben “so was großes, glitzerndes, na, so einen großen Fisch” gesehen, “war schon irgendwie merkwürdig”.
  • Mein Assitent soll weiter nach Artikeln und Inormationen zu A. Lexington und ihrem Vater suchen:
    - P.W. Lexington war eine wichtige Gestalt im NY Gesellschaftsleben
    - Acacia wurde 1902 geboren, rundherum versorgt, manche sagen verhätschelt, mit Pony zum 4. Geburtstag, Kindermädchen, viele Bildungsreisen, Unterricht im Fechten & Schießen … wird als dominantes und schlaues Kind beschrieben
    - ihre Mutter Colene kam 1913 während einer Grippeepidemie ums Leben
    - sehr enge Bindung zwischen Vater und Tochter, er hat für die gemeinsamen Reisen mit der Tochter die Geschäfte schleifen lassen,
    - mit 14 J. kommt sie in ein Pensionat für höhere Töchter, was nicht lange gut ging, sie wurde der Schule verwiesen, dennoch 1918/19 hochgelobte (gebildete, schöne) Debütantin in NY Gesellschaftskreisen
    - Zeitungsartikel zum Tod P.W. Lexingtons:
    23. Juli 1921 Er wird tot in seinem Arbeitszimmer gefunden mit Schussverletzung am Kopf,
    “In Anbetracht des allgemeinen Zustandes des Arbeitszimmers wurde eine Fremdeinwirkung zunächst nicht ausgeschlossen. … Aber an Lexingtons Kopf und rechter Hand konnten die schmauchspuren einer Schusswaffe gesichert werden … Im Zusammenhang mit den Fundorten von Leiche und Waffe schließen wir deshalb eher auf Eigen- denn auf Fremdeinwirkung. … Tochter Acacia ist anderer Ansicht.”
    - Ein weiterer Artikel weist darauf hin, dass die Fahnenabzüge zur Erstausgabe von E.A.Poes “Die denkwürdigen Ereignisse des Arthur Gordon Pym” aus P.W.L.s Arbeitszimmer verschwunden sind, Acacia stellt einen Zusammenhang zwischen Tod ihres Vaters und dem Verschwinden her.
    Schon kurz später nimmt sie die Mordvorwürfe allerdings zurück und spricht auch nicht mehr vom Raub – “Die Inventur des Hauses geht immer noch weiter, und ich bin zuversichtlich, dass wir das Buch auch wiedergefunden haben werden, wenn ich damit fertig bin.”
    - Entgegen den Erwartungen und Bräuchen der Gesellschaft übernimmt sie die Geschäfte selbst. Unsere Vermutung: sie hat Mord- u Raubtheorien widerrufen, um nicht als verwirrt abgestempelt werden zu können.
    - Sie erhält den Spitznamen “Baratuda” und führt die Geschäfte in den Folgejahren sehr erfolgreich und übersteht auch den Börsencrash gut. Dabei wird sie als rastlos, unweiblich und abenteuerlustig beschrieben.
  • Verbindung zwischen Acacia und Stalkweather:
    ein Zeitungsartikel “Gentleman rettet Millionenerbin” 20.10.1920
    Acacia bereiste mehrere Wochen lang Schwarzafrika
    “Auf dem Rückweg nach Nairobi wurde die Expedition an einem Fluss von unerwarteten und heftigen Regenfällen überrascht und ging ums Haar zuschanden, da die Wilden in Panik gerieten.
    Beherzt rief Hauptmann Stalkweather jedoch die Eingeborenen zur Ordnung und hieß sie, Bäume zu fällen und zu Flößen für die Überquerung des Flusses zusammenzufügen.
    Wohl um die wahren Gefahren eines solchen Unterfangens wissend, begab er sich sodann selbst in ein nahegelegenes Dorf, wo er in ausreichender Zahl Kanus zu beschaffen wusste …”
    der Artikel sorgt zumindest dafür, dass Stalkweather danach wiede im Gespräch ist
    andere Verbindungen/ Vorfälle zwischen den beiden finden wir nicht
  • E.A.Poes “Die denkwürdigen Ereignisse des Arthur Gordon Pym”
    Es sollte während einer Auktion angeboten werden, wurde kurz vor dem Tod P.W.Lexingtons im Katalog vom Auktionator Bosley aufgeführt.
    Fahnenabzüge sind anscheinend nicht wieder aufgetaucht, es wurde jedenfalls nicht mehr verkauft, angeboten o.ä.
    Ich vereinbare einen Termin mit Bosley, dieser ist auch Lit.professor und ganz interessiert an dem Thema. Er schenkt mir einen Original Pym – den nehme ich mir für die Schiffsreise vor.
    Bei dem vermissten Manuskript soll es sich um eine unbekannte ursprüngliche Version handeln. Bosley hat selbst etwas recherchiert und bringt das Antwortschreiben vom Vorbesitzer Stanley Edgar Fuchs mit.
    Die ersten 25 Kap. identisch, weitere fünf aber “von unerfreulich fantastischem Inhalt und dabei noch um einiges makabrer als gewöhnlich.
    Sie handelten wohl von einem Stamme grausiger Kreaturen, die in der Antarktis leben und dort in irgendeiner Weise Menschen opfern sollten.”
    Fuchs selbst befand diese Kapitel für eine Fälschung aus anderer Feder, aufgrund von anderem Stil und Inhalt. Der Sammler, von dem er es wiederum erworben hatte, Mister White, war von der Echtheit überzeugt.
    Offenbar haben sich noch eine Reihe weiterer Sammler bei Fuchs nach dem Werk erkundigt, die er allesamt auf Lexington verwies.

11.09.-23.09.1933

Wir laufen am 11.09. bei Sonnenaufgang aus!

Ich beschäftige mich mit Lesen und dem wissenschaftlichen Austausch mit Kollegen an Bord.
Toni säuft und spielt mit der Besatzung, Emma … , Maurice …

Schiffs- und Expeditionsbesatzung leben und agieren sehr getrennt voneinander auf dem Schiff.
Offiziere sind Verbindungsglieder, wir dinieren auch mit ihnen.
Der 1. Offizier Turlow ist unser 1. Ansprechpartner.

Stalkweathers Laune bessert sich mit jeder gemachten Meile.
Moore plant und tüftelt in seiner Kabine.
Weitere Wissenschaftler an Bord: Aufzählung folgt nach

Als Beschäftigung an Bord und auch zur Vorbereitung der Expedition werden folgende Kurse an Bord angeboten:
(Wir können jeder zwei davon besuchen /die skills entwickeln!)

  1. Überlebenskunst Antarktis (Toni besucht den)
  2. 1. Hilfe (Emma)
  3. Klettern
  4. Flugzeugwartung
  5. Flugnavigation
  6. Hundeführung (Emma, Ilse)
  7. Metereologie
  8. Funk (Ilse)
  9. schweres Gerät (Toni)
  10. Geologie
  11. Geschichtskenntnisse
  12. Tanzen
  13. Origami

und auch selbst Kurse anbieten:
Toni und Charles Myres “Boxkunst”
Emma “Meditation/ innere Ruhe”, als sie ihn in “Stresssituationen bewätigen” umbenennt läuft der auch.

ca. 1 Woche nach Abreise sind wir an Kuba vorbei, Geruch von Urwald schlägt uns entgegen, 1 Tag Aufenthalt in Panama, dann geht’s weiter, das Wetter wird zunehmend schlechter, die See rauer, Unruhe unter der Besatzung ist zu bemerken – Braut sich da etwas zusammen?

24.09.

Die See ist heute endlich ruhiger.
Die Mannschaft scheint irgendetwas zu planen, alle sind merkwürdig geschäftig. Als wir Turlow darauf ansprechen, beruhigt er uns.
Des Nächtens werden wir von Lärm und Licht geweckt – ein Gesandter Neptuns (Maat soundso) tritt auf und lädt uns und alle anderen Landratten zur Äquatortaufe am nächsten Tag um 14.30h.
Das also war es was vorbereitet wurde ….

25.09.

Der Hofstaat Neptuns tritt auf.
Die Äquatortaufe ist ein für uns sehr erniedrigendes Erlebnis, endet aber sehr feucht fröhlich und scheint die Mannschaft uns gegenüber insgesamt aufgeschlossener und versöhnlicher zu stimmen.
Plötzlich nehme ich einen sehr unangenehmen Geruch wahr, mache Toni darauf aufmerksam. - Nach kurzer Zeit finden wir die Ursache – Ammoniak der Kühlung läuft aus!
Es folgen drei Tage “Festmahl” immer mit einer Note von Ammoniak, danach heißt es darben.
Ich schaue mir den Ort des Geschehens nocheinmal genauer an und erkenne Sabotage! Hier handelt es sich um keine natürlich Korrosion der Rohre. Wir reden mit Turlow darüber.
Von nun an werden Maschinenraum, Treibstoffe und Ruder bewacht.

Eine Nacht später ist Tumult von unten zu vernehmen. Aufruhr in den Hundekäfigen. 5 Hunde tot, die anderen regen sich wieder ab. Nervengift? Es riecht chemisch.

Daraufhin wird das Schiff regelmäßig genauer unter die Lupe genommen.

28.09. – 5.10.

Die Sabotageakte reißen nicht ab.
Es wird ein Zündsatz unter dem Benzin der Flugzeuge gefunden.
Einige Sauerstoffflaschen sind zu leicht.
Filmentwickler riechen falsch – zuviel Chlor ….

Aber wir können den Verdächtigenkreis einschränken:
Wer hat Zugang sowohl zu den Kühlzellen als auch zu den Frachträumen?
Wer von denen war zu den Tat-Zeiträumen nicht zugegen?
Das beschränkt sich auf 2 Stewarts: Philipp Coats und Hennings.

10.10.

Emma und Toni übernehmen das Verhör, unter Beobachtung von Kapitän Vreydenburg.
Coats verwickelt sich zwar in Widersprüche, ist sich aber offenbar keiner Schuld bewußt.
Hennings ist da schon eher der abgebrühte, lässt sich nichts anmerken.

Derweil sehen Maurice und Turlow sich in deren Kajüten um.
Maurice findet ein leeres Geheimfach unter Hennings Kajüte.

Darauf angesprochen behauptet er, dieses wäre für seinen Gin, da Alkoholiker – das wird durch den Käptn klar als Lüge enttarnt. Nach seiner Inhaftierung wird die Kajüte nochmal auseinander genommen, in seiner Matratze Zündschnurreste gefunden.

12.10.

Die australische Küste kommt in Sicht und ohne weiteren Zwischenfall erreichen wir den Hafen von Melbourne.

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Tagebuchnotizen von Ilse 6. bis 8.09.1933

06.09. 1933

Henri (Anm.: Ilse’s Chefredakteur) hat mich heute Morgen zu sich ins Büro ‚eingeladen‘ – wie sich rausstellt, wollen sie jetzt im Atlantic auch ein Interview mit Emma, „dieser patenten Persönlichkeit“, natürlich über die Expedition aus Sicht einer der wenigen Frauen an Bord bringen. Kevin soll das übernehmen und ich den Kontakt dafür herstellen. Emma ist nach ihren letzten Erlebnissen mit der Presse natürlich hellauf begeistert und hat um vorherige Zusendung der Fragen gebeten – tja, ich hab es so an Henri telegrafiert. Mal schauen was da zurückkommt.

Auf dem Weg zurück ins Amherst habe ich endlich Zeit, die Zeitung aufzuschlagen, und das ist vielleicht ein Ding, Kapitän Douglas wurde ermordet aufgefunden! – aus dem Hafen gezogen, mit Würgemalen am Hals.
Im Hotel treffe ich direkt auf Emma. Die hat bereits davon erfahren – Kommissar Hanson schnüffelt hier rum und hat ihr dabei die Neuigkeit überbracht. Kann das noch Zufall sein … soweit ich weiß, ist es bisher zu keinem Treffen zwischen unserer Expedition und Douglas gekommen. Starkweather‘s Sabotage-Tiraden scheinen immer weniger weit hergeholt zu sein …
Na, wir konferieren direkt mir den anderen um zu überlegen, was nun zu tun ist. Toni ist zu sehr eingebunden in der Frachtkontrolle. Aber Emma sieht sich mal im Hotel von Douglas um, derweil Maurice und ich uns im Leichenschauhaus umtun.
Ich muss schon sagen, solche Orte sind doch immer wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Maurice meint, Douglas war schon tot, bevor er in den Hafen ‚gefallen‘ ist. Mehr haben wir nicht herausgefunden. Wollen uns auch nicht zu lange da aufhalten, wir geraten ja so leicht in unangenehme Situationen zurzeit und ich glaube el Fatzke würde ausflippen, wenn noch mehr unpassende Fotos auftauchen. Und tatsächlich, als wir glücklicherweise schon draußen und fast um die Ecke sind, fährt doch das Auto von … (Journalistin vom Atlantic) vor.

Toni und Maurice sind weiter mit der Inventur der Fracht/Vorräte beschäftigt. Nachdem ich wieder gesund bin, helfe ich jetzt natürlich. Dabei finde ich doch noch ein paar wichtige Listen. Es ist unfassbar, was alles nicht dabei ist, falsch etikettiert, nicht an richtiger Stelle gelagert etc. Wir versuchen so gut wie möglich die Fehler zu beheben – Unnötiges zu entsorgen und Fehlendes zu besorgen. Was noch fehlt, bzw. nicht vollständig ersetzt wurde (Anm.: Mücke bitte gegenchecken): Marmelade, Würfelzucker, Worcestersauße.
Auf Tonis Vorschlag hin, gibt es jetzt ein allabendliches Koordinations-Treffen all derer, die mit der Inventur beschäftigt sind. Zum Dank brummt ihm Starkweather immer mehr auf, weil er so ein „guter Mann“ ist.

Emma taucht bis zum Abendessen von ihrem Abstecher in Douglas Hotel nicht wieder auf. Ich mache mir Sorgen und bitte Myers mir Nachricht zu geben, sobald sie eintrifft.
Irgendwann nachts taucht sie auf und ich kann doch noch beruhigt schlafen.

07.09. 1933

Beim Frühstück bringen wir uns gegenseitig auf den Stand der Dinge.
Emma hat gestern noch mit den Piloten, die von ihrer Beschaffungstour für Ersatzteile zurück sind, gesprochen. Sie sind sich uneinig, ob es denn auch alles die passenden Teile sind. Na Halleluja, wenn wir das erst vor Ort herausfinden …
Und dann ist sie Kommissar Hanson in die Arme gelaufen, während sie Douglas Zimmer inspiziert hat …

Das Zimmer war total verwüstet.
Von seinen Tagebüchern fehlen exakt die Jahre 1930/31 – ergo die mit den Aufzeichnungen zur Dyer Expedition.
Emma hat einige Notizen mit Tel.nr. Uhrzeiten und Namen zu Gesicht bekommen, darunter: Starkweather, Jared Brackman, A. Lexington
eine Notiz mit dem Namen Philipp + verschdn. Uhrzeiten + an einer der Vermerk Nachtzug, aus einem Brief wurde ersichtlich das Philipp sein Bruder ist
noch eine Notiz mit den Worten: Wykes, Grimes, Brewer, Purple Loop (Schreibweise ?)

Wir teilen uns auf: Toni muss Unmengen an Ölsardinen auftreiben und noch so allerhand anderes, beschäftigt sich also weiter mit der Beschaffung von Vorräten.
Maurice findet heraus, dass das Purple Loop eine Kneipe ist und schaut sich dort um, findet aber nichts Interessantes heraus.
Emma hängt den ganzen Tag vergeblich am Hauptbhf. rum – die Zeiten waren Ankunftszeiten, aber offensichtlich ist Philipp an einem anderen Tag angereist.
Ich vereinbare einen Termin bei Brackman – der ist Rechtsanwalt. Und war eben auch der von Douglas. Aber ansonsten kann ich ihn zu keiner brauchbaren Auskunft bewegen. Das Gebäude indem sich seine Kanzlei befindet, schließt oben pyramidenartig ab, das fällt mir nach den Erlebnissen der letzten Monate etwas unangenehm auf.

Im Laufe des Tages erreicht uns die Neuigkeit, dass drei weitere Matrosen die Expedition verlassen haben: Wykes, Grimes, Brewer. Bis auf den Funker, waren das die einzigen Matrosen, die auch bei der Dyer Expedition dabei waren. Was hatten die wohl auf der Notiz von Kpt. Douglas zu suchen, wollte er mit ihnen über alte Zeiten plaudern?
Vielleicht haben sie sich von den immer mal wieder eintrudelnden Drohbriefen dieses Verrückten einschüchtern lassen. Und dann noch der Mord an Douglas, wer weiß. Das wird alles immer merkwürdiger.
Wir versuchen noch irgendwie herauszufinden, wo sie stecken, da wir zu gern mit ihnen sprechen würden, machen sie aber nicht ausfindig.

Am Abend findet ein Treffen mit Starkweather und Toni statt, sie passen die Sicherheitsvorkehrungen etwas an …. ist doch zuviel passiert die Tage.
Toni wird auch für den reibungslosen Einzug ins Schiff verantwortlich gemacht.

Moore nimmt mich beiseite und fragt mich ob ich nicht mal versuchen könnte ein wenig mit dieser Acacia Lexington zu sprechen so von Frau zu Frau und Wissenschaftlerin zu … blabla. Natürlich als Expeditionsabgesandte. Mal auf Tuchfühlung gehen. Nur Starkweather soll es nicht mitbekommen, da scheint irgendwas zwischen den beiden vorgefallen zu sein. Überrascht mich jetzt auch nicht, nach seinen Reaktionen auf ihr Ankündigung. Ich vereinbare also einen Termin bei ihr und lade emma zu diesem Ausflug mit ein.

08.09.1933

Emma, Maurice und ich besuchen am Vormittag die Beerdigung von Douglas. Das gebietet der Anstand und wer weiß was sich da noch herausfinden läßt …
nicht besonders viel wie wir feststellen müssen.
Hanson ist natürlich auch da. Aber der Mann lässt sich nicht dazu bewegen uns mit den desertierten Matrosen oder irgendwie anders in dieser Situation mit Informationen zu helfen, wiewohl er die unseren wohl nützlich fand.

Ein alter Seebär plaudert bei Maurice ein wenig über den Zustand von Douglas nach der Dyre Exp., hat ihn verständlicherweise sehr mitgenommen damals. Und dann erwähnt er noch einen jungen Piloten+Biologen, der dabei war und als Überlebender zurückkehrte – Name irgendwas mit D – über den sei wohl damals auch berichtet worden. Ich recherchiere später ein wenig: beim Abgleich mit der Besetzungsliste den Namen Paul Dawforth gefunden. Der war “erst” beim 2. Aufklärungstrupp dabei und hat wohl deswegen überlebt. Hat sich nach der Rückkehr selbst eingewiesen. Aber sein weiterer Verbleib, wie auch der von Dyre bleiben ungeklärt.

Emma und ich besuchen A. Lexington.
Wir werden von ihr sehr freundlich begrüßt. Es gibt nur eine Spitze in die Richtung, das es doch schön gewesen wäre, sich früher einmal zu treffen …
Sie wohnt sehr beeindruckend!
In der Eingangshalle/Treppenhaus fallen mir zwei Gemälde auf:
ein Landkartenausschnitt Südamerikas – im Gespräch mit Acacia erfahre ich, dass es sich um die älteste bekannte Karte (1533) Südamerikas handelt, erstellt vom türk. Admiral Piers Reis, sie zeigt einen – zumindest heute nicht mehr existenten – Wurmfortsatz am Süden. Manche behaupten wohl, dass es sich dabei um die Antarktis handele. Ihr Vater hatte die Karte damals erworben, sie weiß leider nicht von wem.
Das zweite ist vom russ. Maler Nicolas Roehrig und zeigt eine (Himalya-?)Höhlenansicht mit schemenhaften Figuren (korrekt?). Roehrig ist ein durch seine Himalaya/Tibet/Nepalreisen beeinflusster und bekannter Maler mit starken buddhistischen Einflüssen. (Ihr Vater hat die Karte von Roehrig selbst geschenkt bekommen, sie sind zusammen gereist. – Anmerkg. Tilla: richtig oder flasch im Gedächtnis behalten?)

Im Gespräch erklärt Acacia, sie betrachte ihre Expedition als Vermächtnis und im Gedenken an ihren Vater, der sie in den Bann seiner Leidenschaft für die Antarktis gezogen habe.
Sie glaube auch nicht daran, dass er damals Selstmord begangen habe, will sich aber nicht weiter dazu äußern, sie “habe ihren Standpkt. damals geäußert”. Ich werde später meinen Assistenten beauftragen mir die damalige Presse zusammen zu suchen.
Sie erwähnt als möglichen Auslöser seiner Leidenschaft den Roman “Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym” von E. A. Poe. Ihr Vater besaß ein sehr altes Script, wohl die ursprüngliche Version. Acacia will nicht weiter darüber reden, aber in irgendeiner Weise hängt dieses Buch auch mit seinem Tod zusammen – da besteht Recherchebedarf.

Als ich das Gespräch auf die bevorstehenden Expeditionen lenke, verändert sich die Stimmung. In Acacias Stimme ist Zorn zu bemerken. Ihre Expedition “wird besser in allen Hinsichten” werden. Der Auslauf ihrer Talhahasse ist für den 10. (11.?)09.geplant.

Am Abend des 8. ziehen wir ins Schiff ein – sehr aufregend!
Nachdem wir uns einigermaßen eingerichtet haben, bewege ich mich zum Sektempfang neben dem Schiff. Es herrscht eine vorfreudige Stimmung, als plötzlich das nicht weit entfernte Treibstofflager in die Luft geht. Toni eilt sofort den dortigen Arbeitern zur Hilfe. Ich erstarre, bis ich sehe, wie ein mit – nun brennenden – Benzinfäsern beladener Kran in Richtung Schiff schwenkt. Auch Stalkweather sieht das und setzt sich sofort in Bewegung. Er will offensichtlich versuchen den Kran zu erklimmen und umzusteuern. Emma und ich eilen ihm zu Hilfe. Etwas planlos sehen wir uns um. Wir erblicken einen Wasserschlauch und versuchen das Wasser zum Laufen zu bekommen. Toni eilt uns zur Hilfe. Mit mehr Glück als Verstand schaffen wir es mit dem Wasserstrahl die Benzinfässer vom Kran ins Wasser zu befördern …
Am Ende beklagen wir drei tote Dockarbeiter, etliche Verletzte und einige zum Glück nicht schwerwiegende Schäden am Schiff.
Im Schimmer des noch glühenden Treibstofflagers läuft die Talhahassi mit der Flut aus.

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Notizen von Maurice

2.9.1933

Noch zwölf Tage bis zur Abreise. Wir sind inzwischen als Expeditionsteilnehmer alle im Hotel Amherst untergebracht. Es ist etwas anstrengend, weil alles voller neugieriger Presseleute ist. Wir haben inzwischen auch viel mehr über die erste Expedition von vor drei Jahren erfahren – Entgegen ihres ursprünglichen Planes haben sie damals wohl Erkundungen in eine andere Richtung unternommen, eine extrem hohe Bergkette mit offenbar seltsamen Felsformationen gefunden (was zur Hölle sind “Spirakel”?), dahinter ein Hochplateau. Dort fanden sie auch ungewöhnliche Fossilien, und sogar, in einer unterirdischen Höhle, einige extrem gut erhaltene Exemplare irgendeiner seltsamen Art, zwei Meter lang, mit Schwingen oder Flossen, die sie versucht haben zu sezieren, was aber wohl nicht so gut funktioniert hat. Dann kam einer dieser fiesen Orkane, vor denen wir schon gewarnt wurden, und die gesamte Gruppe starb. Der Suchtrupp fand nur noch ihre übel zugerichteten Überreste. Ich hoffe, unsere Expedition bleibt von derartigen Verlusten verschont.

Für morgen hat Starkweather Toni und mir irgendwelche Listen in die Hand gedrückt. Wir sollen auf dem Schiff kontrollieren, ob die Ausrüstung vollständig ist.

4.9.1933

Mir kommen langsam Zweifel an der Organisation dieser Unternehmung. Während die Damen sich fein heraushielten – Ilse ist krank (angeblich, zumindest hat sie nicht nach mir gefragt) und Emma lässt sich massieren oder flirtet mit irgendwelchen Piloten – haben Toni und ich die letzten Tage von früh bis spät in den Laderäumen des Schiffes und in den Lagerhallen verbracht und Listen abgearbeitet. Zig Dinge wurden nicht geliefert, falsch geliefert, nicht bezahlt oder es fehlen die Genehmigungen. Die eine Hand weiß nicht, was die andere tut, und es gibt niemanden, der für die gesamte Organisation verantwortlich zu sein scheint. Außer unsere beiden Expeditionsleiter, und die haben offenbar besseres zu tun (herumschreien beispielsweise). Wie überaus sinnvoll es ist, gerade uns mit diesen Aufgaben zu betreuen, zeigte sich am Beispiel der Funkgeräte. Nachdem ich sie längst auf der Liste abgehakt hatte, stellte einer der Funker (Karl Schmidt) fest, dass sie nicht funktionieren, weil ein Teil fehlt. Ich muss dringend feststellen, wer für das Verstauen der medizinischen Vorräte zuständig ist und sie überprüfen! Es wird jedoch nicht ausbleiben, dass wir mitten in der Antarktis feststellen, dass irgendwelche wichtigen Teile entweder fehlerhaft oder gar nicht vorhanden sind. Ich hoffe, es werden keine überlebenswichtigen Dinge sein.

Emma hat immerhin herausgefunden, dass es einen Teilnehmer gibt, der bei der ersten Expedition schon dabei war. Ein Funktechniker namens McDurnell. Er scheint aber die ganze Zeit auf dem Schiff geblieben zu sein und von den unglücklichen Vorgängen im Eis nicht viel mitbekommen zu haben. Außerdem hat sich herausgestellt, dass wir einen weiteren (oder neuen? Wie gesagt, die Organisation hier ist sehr unklar) Kapitän bekommen, der ebenfalls an der letzten Expedition teilnahm. Douglas ist eigentlich schon in Rente, aber immerhin offenbar sehr erfahren in polaren Regionen.

5.9.1933

Ein unangenehmer Tag. Laut Emma ist Starkweather gestern ausgerastet, als er erfahren hat, dass Acacia Lexington auch in Richtung Antarktis aufbrechen will. Sie möchte als erste Frau am Südpol sein, bzw. ihn überfliegen. Er glaubt, dass sie unsere Expedition sabotiert und hat die Abreise auf den 9.9. vorverlegt. So kam es, dass Moore Emma dazu brachte, als Vorzeigefrau der Presse Interviews zu geben. Es wird sich zeigen, was die Reporter daraus machen, aber es scheint nicht allzu gut gelaufen zu sein.

Dazu kamen andere Presseberichte (das mit der Sabotage durch Lexington könnte durchaus stimmen!): Zusammenhänge der Expedition mit der organisierten Kriminalität vermutet (weil Toni irgendwo halb legal fehlende Ausrüstungsgegenstände besorgt hat), und Zusammenhänge zum Brand in der Met – als ob wir was dafür konnten! Natürlich immer schön mit Fotos. Offenbar schnüffeln selbst im Hotel versteckt ständig Presseleute herum.

Als krönenden Abschluss bekam ich von Tim Myers, dem nur manchmal hilfreichen Kerl an der Rezeption, einen Brief überreicht, der mir beim ersten Lesen ziemliches Unbehagen bereitet hat. Eine Art Warnung, im Eis schlafende Dinge nicht zu wecken. Ist aber wohl Unsinn, rein rational ist das wohl das Werk eines Verwirrten (lauter Widersprüche im Text wie “Gehen Sie nicht dorthin” und “ER wird Sie aufhalten” – na, dann kann ja nichts passieren?) oder wieder irgendein Trick der Presse. Meint Emma auch. Falls der Kerl, der den Brief überbracht hat, nochmal auftaucht, wird Myers ihn (hoffentlich) bitten, sich mal mit mir zu treffen. Dann werden wir ja sehen, was dahintersteckt.

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Log 2013.01.18

ACHTUNG! IST NE VORLAEUFIGE VERSION! BESSERE SPAETER NACH! (M) -

14.4.1933
Auf dem Rueckweg von unseren Abenteuern im Pzramiden-Pavillon
wir versuchen uns alle unauff’llig aus der Umgebung des brennenenden Pavillons yu schleichen.. Leider verkacken das alle, Emma und Maurice stolpern auch noch ueber nen Bullen, der Emma und Maurice ins Kranknhaus einliefern laesst. Ilse und ich stolpern mitten in eine Gruppe Poliyisten und Hochyeitsg’ste, werden identifiyiert und erstmal mitgenommen. Ilse lassen sie gehen, ich werde weggesperrt. Maurice wird im Krankenhaus als verr[ckt diagnostiyiert und in die Klapse in Upstate New York geschickt. Im Krankenhaus treffen sich Emma und Ilse wieder.

15.4.1933
Emma und Ilse fahren yur Klapse und besuchen Maurice. Emma ueberredet den dortigen Aryt O\Sullivan, dass Emma Maurice mitnehmen darf, aber erst nachdem Maurice eine Runde Elektroschocktherapie mitgenommen hat und Emma 10 Dollar Bestechung pro Woche verspricht.
Ilse wird von der Poliyei verh;rt von Officer Hansen, von der OK-Abteilung, der ihr ggue. Verdacht geschoepft yu haben scheint und mir auf den Fersen scheint.
Gruppe beschliesst, sich bis yur Abreise des Schiffes am 1. September erstmal yu trennen und eigenen Interessen nachyugehen. N’chstes Treffen soll am 15.8. sein.

15.8.1933
Treffen in Bar in New Zorker Innenstadt. Alle eryaehlen davon, was sie in den letyten Monaten erlebt haben. Ywischenyeitlich viele Bericte uerb Brand der Met, Brand des Pavillons, gelegentlich Berichte ueber Expeditionsvorbereitungen.
Maurice. Viel gelesen ueber Antarktis und Pinguine.
Ilse. Viel Ueberlebenstraining und viel gelesen ueber Antarktis.
Emma. Viel ueber aaegzptische Geschichte gelesen, insbes Schwarye Pharaonen, hat raetselhaftes und apokryphes ueber das Sphinx erfahren – war wohl im alten Aegzpten schon bekannt und verfemt.
Ich. Geschaeftlich in Chicago, nachdem ich in New York noch meine Angelegenheiten in Ordnung gebracht habe (Zeugen yum Schweigen gebracht, etc.)

Einige Info ueber Wetter und Ausruestung
Es ist SCHEISSKALT! Zig Lagen Kleidung tragen, bei Wind u Sturm am besten gar nicht rausgehen. Futtern, Futtern, Futtern! Vorsicht vor Killerwalen!
Dementsprechend habe ich einen Saty professionelle, sprich einheimische, Schneekleidung fuer die Gruppe springen lassen, aus Karibou/Rentier-Fell.
Yusaetylich schmiert Toni einen der verstauenden Dockarbeiter, um einen Kiste (ca 1 kubikmeter) an Bord yu schmuggeln in der die ganyen Waffen (ausser einer 45er) und ooordentlich guter Schnaps sowie reichlich Yigarren drin sind. Auch will ich erfahren, wenn jemand anderes Dinge/Kisten an den offiyiellen Kanaelen vorbei an Bord bringen laesst.

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Gedächtnisstütze Maurice, die Erste

11.4.1933, nachts

So langsam wird das hier ganz schön verworren. Sollte es wohl besser mal aufschreiben, sonst komme ich selbst noch durcheinander. Es fing alles damit an, dass Toni mir jemand zum verarzten brachte und fragte, ob ich nicht Lust auf eine kleine Schiffsreise hätte. Habe ja sonst nichts zu tun, also habe ich zugesagt und seitdem einige Zeit mit den Leuten verbracht. Was in den letzten Tagen passiert ist, muss ich wohl mal gesondert aufschreiben. Gerade berichtete Ilse, dass der schwarze Matrose mit den Narben im feinen Nadelstreifenanzug von Bord ging, zusammen mit den anderen Titanic-Überlebenden.

Ilse und Emma bleiben heute Nacht wohl hier und wir werden Wachen einteilen. Nur Toni wagt sich hinaus in die Nacht, will zu einer Tänzerin.

12.4.1933

Trevor Wilkes ist wieder ansprechbar. Wilkes war Mitglied in der Gemeinde, wo das Correctional Center ist. Der Pastor war dessen Vorstand. Im fiel auf, dass Leute verschwanden. Er recherchierte und fand heraus, dass das Correctional Center der Mafia bzw. Carlos Santos Odinga gehört. Außerdem konnte er in Erfahrung bringen, dass Odinga einem Geheimbund namens „Die Titanen“ angehört. Der Geheimbund ist offenbar satanistisch und dient einem Dämon namens „gnarling Thotep“. Die jungen Männer verschwinden immer jedes Jahr im April. Das Ganze hat offenbar irgendetwas mit dem gelben Bahnwaggon zu tun, der immer am 14. April bewegt wird, und zwar irgendwohin nach Süd-Manhattan durch die Bahntunnel. Der Geheimbund trifft sich gerne im Black Pharao. Wilkes kann sich nicht erinnern, wie er gefangen genommen wurde. Wüsste gerne, was der genau intus hatte, klingt interessant.

Emma und Toni berichteten, dass in der Halle noch etwa 15-20 junge Männer waren. Wir überlegten, den Wagen zu verfolgen, und versuchten dazu, an Pläne der U-Bahn-Tunnel zu kommen und Einstiege zu finden. Toni kontaktierte das Schmuggler-Netzwerk und bekam ein handgezeichnetes Liniennetz mit Zugängen.

An der Fabrik sind wir nochmal vorbei, aber da war nichts auffälliges zu sehen. Der umgefahrene Zaun wurde gerade repariert.

Abends trafen wir uns für das Abschiedskonzert der Diva Silvia Atanasio in der NY Met (Metropolitan), einer riesigen Konzerthalle. Es waren viele aufgeregte andere Leute da, allerdings war das Konzert bei weitem nicht ausverkauft. Die Diva verkündete jedoch, dass das Konzert nur für geladene Gäste (ihre besten Freunde) sei. Das Konzert war sehr schön und verlief ansonsten ereignislos. Schließlich gab sie jedoch eine Zugabe. Dann wurde es sehr, sehr seltsam. Wir konnten uns kaum bewegen – offenbar ein Effekt, den Toni und Ilse schon mit Woyczek beim Geigenspiel im Park erlebt haben. Ilse und Toni schafften es, sich Watte (die sie sogar dabei hatten, nur nicht verwendet) in die Ohren zu stecken und halfen auch Emma und mir. Von dem seltsamen Lärm zersprang das Glas der Lampen und es bildeten sich Risse im Porzellan, die Musik machte mir unglaubliche Kopfschmerzen. Unter großen Anstrengungen versuchten wir, aus dem Konzertsaal zu kommen und schafften es schließlich, teils unter blutenden Ohren, während sich Risse in der Decke bildeten, der Kronleuchter und Teile der Decke ins Publikum stürzten, ein Teil des zweiten Rangs einsackte. Toni versuchte, die Diva zu erschießen, schaffte es aber nicht. Irgendwie schafften wir es nach draußen, wo man nichts mehr von der Musik hörte.

Zeit, über das soeben erlebte nachzudenken, hatten wir allerdings nicht. Auf der Straße erspähte der aufmerksame Toni ein Auto, dass anscheinend “extrem unauffällig” vorbeifuhr. Wir verfolgten es um die Ecke mit einem Taxi. Zwei Männer stiegen aus (einer war den anderen schon bekannt, sie nannten ihn die „Chimäre“, aufgrund seiner blau/schwarzen Augen) und gingen durch den Hintereingang in die Met. Toni und ich schlichen hinterher. Von den Männern fehlte drinnen jede Spur. Ich machte einen kurzen Umweg über die Garderobe und nahm Atanasias Köfferchen mit. Im Saal herrschte Chaos, Tote und Verwundete und Zerstörung. Die Diva, äußerlich unverletzt, lag auf der Bühne und sprach ein paar letzte Worte, bevor sie starb (mein Mitleid hielt sich in Grenzen), etwa: “Sie jubelten uns zu, Triumph auf dem Meer, als wir das Schicksal besiegten damals im Wasser, sie jubelten bei der Ankunft in New York, sie bauten ein Licht, dessen Schein auf unser Heiligtum im Park scheint. Denkt daran.”

Wir gaben die Suche nach den Männern auf (Emma und Ilse sahen sie noch aus einem anderen Eingang kommen) und fuhren zu mir. Im Köfferchen der Diva befanden sich Noten, auch die des letzten Stückes „From destiny to eternity“, im Text ist „Thotep“ erwähnt, aber sonst nichts besonderes; der Komponist ist Pavel Woyczek, der Geiger. Außerdem ein Adressbuch und ein Tagebuch. Der letzte Eintrag des Tagebuchs ist vom 11.4. und lautet in etwa: „Pavel ist tot, seine Seele ist mit Sicherheit verloren, jetzt bleiben nur noch wir beide. Aber ich kenne seinen Plan.“ Wir vermuten, dass sie von Odinga spricht, und dass Pavels Seele vielleicht verloren ist, weil der Schwarze ihn gestoppt hatte.

13.4.1933

Der Plan war, dass Ilse und Emma den Park an der Südspitze Manhattens untersuchen – erstens weil der gelbe Waggon offenbar in diese Richtung fährt und zweitens wegen des Heiligtums, dass die Diva erwähnt hatte. Den beiden fiel beim Besuch desselbigen das Seamen‘s Church Institute auf, wo sie den Kapitän des Schiffes getroffen hatten, auf dem Timothy Treehurn starb. Auf dem Institut befindet sich ein Leuchturm mit einem grünen Licht. Ein Schild bezeichnet den Leuchtturm als „Titanic Memorial Lighthouse“. Im Park fanden sie einen Snack-Pavillon, dessen Inneres mit ägyptischen Motiven geschmückt ist. Das Deckengemälde zeigt eine frühägyptische Pyramide und einige nubische Aspekte. Auf dem Dach des Pavillons ist eine pyramidenförmige Dachkonstruktion aufgesetzt. In Sichtweite befindet sich der Leuchtturm. Die nächste U-Bahnstation ist „Battery Park“.

Toni und ich suchten derweil einen Eingang zum U-Bahnnetz, um den gelben Waggon abfangen zu können. Wir tendieren aber eher dazu, einen Zugang im Park zu suchen, da wir nun recht sicher sind, dass der Pavillon das „Heiligtum“ ist. Morgen ist es soweit.

14.4.1933

Hätten wir lieber nicht hingehen sollen? Hätte es irgendwas geändert? Ich weiß es nicht. Zu spät. Ich bin todmüde und werde gleich schlafen, aber vorher notiere ich die Ereignisse des Tages besser noch. Sonst glaube ich morgen, ich hätte mal wieder zuviel Morphium intus gehabt und wirres Zeug geträumt… (Eva: Das macht keinen Sinn – wir hatten mit der Flucht durch die Tunnel aufgehört, aber beim nächsten Spielen erst gemerkt, dass das so nicht geklappt hat.)

Zunächst sprach Ilse nochmal mit dem Kapitän im Seamen‘s Church Institute. Sie besichtigten den Leuchtturm, sie fand jedoch nichts ungewöhnliches. Der Grundstein des Gebäudes wurde allerdings an dem Tag gelegt, als die Titanic unterging. Im Pavillon war für abends geschlossene Gesellschaft angekündigt, weil eine Hochzeit gefeiert werden sollte. Trevor Wilkes verschwunden, seine Frau verzweifelt.

Abends zum Pavillon. Dort tatsächlich Hochzeitsgäste. So versuchten wir, über die U-Bahnstation Battery Park unterirdisch zum Pavillon zu gelangen und den Waggon zu finden. Wir schlichen uns mit leichten Mühen in den Tunnel und arbeiteten uns unterirdisch in Richtung des Pavillons vor. Irgendwann hörten wir leise Stimmen und fanden eine Tür. Da Toni klugerweise die Scharniere ölte, bevor wir sie öffneten (der muss wohl Erfahrung mit sowas haben), überraschten wir den Kerl, der dahinter Wache hielt. Emma, für so ein Persönchen erstaunlich effektiv, tötete ihn mit ihrem Schwert, nachdem er auf uns geschossen hatte.

Hinter der Tür befand sich ein Gang, an dessen Ende eine Treppe nach oben führte. Zwei weitere Wachen verfolgten uns und ein weiterer Mann kam aus der anderen Richtung; wir schafften es nach kurzem Kampf, sie zu überwältigen. Oben an der Treppe war ein Vorratsraum. Dahinter befand sich ein Raum, aus dem monotoner Sprechgesang und rotes Licht hervordrangen. Wir gingen weiter, bis sich uns das erschütternde Bild in voller Schrecklichkeit bot: Das rote Leuchten stammte von einem quaderförmigen Stein in Raumesmitte. Darum lagen die entführten jungen Männer, mit eingeschlagenen Schädeln. Ihr Blut, floss, strömte zum Stein und schien das rote Licht, das zur Decke strahlte, geradezu zu speisen. Odinga saß dort mit freiem Oberkörper und schien irgendein Ritual durchzuführen. Um ihn gewickelt das gestohlene Mumienband. Er ließ sich durch uns nicht stören, und wir konnten ihm nichts tun. Auch Versuche, ihm das Mumienband wegzunehmen, völlig erfolglos. Muss sagen, dass ich sowieso nicht viel beitragen konnte, der Anblick war einfach zuviel für mich, und auch jetzt sehe ich es noch vor mir, sobald ich mich nicht darauf konzentriere, es nicht sehen zu wollen. Nach einigen Minuten spürten wir zudem eine eigenartige Präsenz im Raum, es fühlte sich etwas wie Hitze an.

Eine Treppe führte nach oben, mit einer Falltür am Ende. Durch diese kam die “Chimäre” und schoss auf uns. Toni zurück und tötet ihn. Odinga ging, recht unbeeindruckt, die Treppe nach oben. Wir folgten. Oben die Hochzeitsgäste im Pavillon, alle wie in Trance. Von Odinga nichts zu sehen, aber es führte eine Treppe hoch in die Pyramide auf dem Dach, die wir hochstiegen.

Oben waren wir im Innern der Pyramide. Sie war zwar aus normalen Brettern, aber einfach völlig falsch, unmöglich zusammengebaut. In der Mitte befand sich eine schwarze katzenartige Gestalt, die offenbar noch nicht ganz da war, aber sich gerade materialisierte. Sie hatte ein furchtbares Gesicht, das irgendwie sphinxartig aussah. Odinga stand in der Mitte der Sphinx und redete irgenwdie in der Hoffnung, dass die Sphinx bald richtig „da“ sei. Toni schaffte es endlich, ein Stück des Mumienbandes abzureißen, aber davon ab waren wir wieder äußerst uneffektiv. Der Schwarze mit den Narben, den die anderen offenbar auch schon gesehen hatten, kam die Treppe herauf. Er ging zu Odinga und drückte seine Hand zu, und Odinga fiel einfach um. Die Sphinx reagierte zornig und erstaunt, fing aber an, zu verblassen. Toni meinte, er fühlte sich mit seinem Stück Band, als hätte er Odingas Tod besiegelt. Der Mann, der seltsam lange Arme hatte, nickte uns kurz zu und ging einfach wieder. Odinga sprach „Wir hatten die Welt, und dann war es vorbei“, und starb. Als wir wieder herunter kamen, waren die Leute der Hochzeitsgesellschaft aus ihrer Trance erwacht und verhielten sich normal. Auch im Keller alles wieder normal, der Stein nicht außergewöhnlich. Toni verjagte die Leute, wir zündeten den Pavillon an (insbesondere die Pyramide und das Mumienband) und versuchten zunächst, durch die U-Bahntunnel zu flüchten.

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Log 10.11.12

Infos von Prof Martens:
Nephren-Ka intrigiert gegen Pharao und folgt nach; errichtet Schreckensherrschaft mit Hilfe dunkler Mächte → Held Sneferu bezwingt Nephren-Ka und bannt Seele, Nachfolger tilgen Spuren.
Nachfahrin setzt Geister wieder frei, benennt Sohn Nephren-Ka.

→ gestohlenes Mumienband aus Museum von Nephren-Ka

Abmarsch von der Loftparty

Tony marschiert zu Fuss von der Party, Scheinwerfer leuchten auf, Schüsse fallen, Ilse und Emma rasen im Auto heran. Crash, Schiesserei, die Gangster sind tot. Tony flüchtet mit den bewusstlosen Damen zum “szenekundigen” Arzt Maurice um beide versorgen zu lassen.

Prof. Martens hat einen US-Ansprechpartner zum Mumienband, aber liefert Infos zu Seker: http://en.wikipedia.org/wiki/Seker

Einreise aller “Verdächtiger” am 14./15. April 1912 auf der Carpathia, die die Überlebenden der Titanic eingesammelt hatte

Timothy Treehern war auf dem Atlantik verschwunden, nachdem das Schiff scheinbar aufgelaufen, in der Nähe des späteren Titanic-Unglücks.

Im Black Pharao

Irritierte Blicke, als die Palefaces Maurice und Emma den Club betreten. Nach förmlicher Einführung legt sich die Spannung. Odinga nicht zu sehen, aber der groe Dunkle mit den Ritualnarben ist da. Tony fällt vor dem Club eine Frau in Hausfrauenkluft auf, die zielstrebig auf den Club zugeht.

Maurice und Emma

Unterlagen zu Club, Youth Correction, Interburroughs Rapid Transportation, Schreibtisch mit Ornamenten eines Schwarzen Pharaos und umgedrehten Ankhs.

Vor dem Club streiten die Türsteher mit der Hausfrau Wilks, die ihren Ehemann Trevor sucht und Carlos beschuldigt. Trevor hatte vermissten 40 Leuten der Railway Co. nachrecherchiert und Beschuldigungen erhoben.

Bei der Hausfrau zuhause finden Tony und Emma ein Bild von Odinga und Hinweise auf einen hellen Waggon mit Ankh-Symbole.

Tony, Maurice und Emma fahren im Auto an der Railway Co. vorbei, von aussen keine Auffälligkeiten zu sehen.

Tony und Emma gehen in die Fabrik, Skepsis beim Vorarbeiter, T&E entdecken hellen Waggon, bewacht von unheimlichen Charakteren. Ein Kampf beginnt. Emma tötet Begleiter, Tony schiesst auf ersten Charakter. Ein wilder Kampf bricht aus, Tony und Emma töten alle Wachen, die sich in schlechtem körperlichen Zustand befinden. Der Waggon ist leer, aber dahinter verbirgt sich ein dunkler Gang, der in eine grosse Halle mündet. Spuren auf dem Boden… die an den Wänden weitergehen. Aus dem hinteren Ende der Halle hört man Wehklagen und Stöhnen.

In einer Ecke der Halle hängen stoische Menschen von der Decke, Tony findert Trevor, befreit und schultert ihn. Einer der eben getöteten Charaktere schlurft durch die Halle. Emma erstarrt. Der Charakter nimmt Witterung auf und schiesst den Sandstrahler ab. Tony und Emma rennen davon die Treppe hoch Richtung Deckenlichter. Tony schiesst Deckenlichter kaputt, Trippelschritte an der Wand. Tony schmeisst Emma und Trevor durch Deckenlichter und klettert hnterher. Maurice sieht T,E&W über das Gelände rennen und reisst mit dem Auto den Zaun ein. T,E&W flüchten im Auto. Trevor unter Schock und Drogen. Auf dem Weg zu Maurice’ Praxis wird Trevors Frau eingesammelt.

Ilse hat News: Treehern hatte nach Titanic-Rettung Eisschicht drauf, ebenso wie fünf weitere Passagiere. Sie wurden versorgt von einem schwarzen Matrosen, der am Schluss in NY im Nadelstreifenanzug mit den Passagieren ein Auto besteigt.

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Aus den Notizen der tapferen Expeditionsanwärter

07. April 1933

Ein Brief erreicht die Expeditionsanwärter.

In den Docks liegt das Expeditionsschiff vor Anker. Alle Teilnehmer der Expedition werden eingeladen am Abend dort vorstellig zu werden.

Ilse Shoeman trifft Professor Wilson

Ilse Shoeman ist mit Professor Wilson im Museum of Natural History zu einem Interview verabredet. Dort findet gerade eine Sonderausstellung zum Thema Ägypten statt. Wilson ist Fachmann auf diesem Gebiet. Ilse möchte von ihm etwas über die merkwürdigen Hieroglyphen und den schwarzen Pharao auf der Unterseite der Geige herausfinden.
In einem kleinen Büro findet das Interview statt. Ilse zeigt dem alten Professor ihre Abschriften der Hieroglyphen. Wilson übersetzt souverän die altägyptischen Schriftzeichen und sagt es handle sich um den Königsnamen des Nefren-Ka. Auf die Frage woher sie diese Zeichen habe, antwortet Ilse wahrheitsgemäß. Der Professor ist sichtlich überrascht als er von der Geige hört.
Nachdem sie ihn nach Einzelheiten gebeten hat, beginnt Wilson seine Erzählung. Er weist aber darauf hin, dass er keinesfalls zitiert werden möchte, da Nefren-Ka und die schwarzen Pharaonen bei Ägyptologen sehr umstrittene Themen seien und im Nu die Reputation eines seriösen Wissenschaftlers zerstören könnten. Die Erzählung mischt Geschichtliches mit Fantastischem:
Nefren-Ka soll ein Magier aus “Yrem”, der Stadt der Säulen, stammen und nach dem Tod des Pharao Djoser die Macht übernommen haben und eine Schreckensherrschaft betrieben haben. Angeblich habe er Hilfe von fremden Mächten erhalten. Nefren-Kas Wort soll als der “schwarze Wind er Wüste” bezeichnet worden sein. Der mächtige Sphinx bei Gizeh soll vor seinem jetzigen Gesicht angeblich nach dem Vorbild er Kraft erbaut worden sein, die Nefren-Ka unterstützte. Sein Anlitz soll gräßlich gewesen sein. Sneferu, der Sohn Djosers, besiegte später den schwarzen Pharao und band seine Seele in mehrere Pyramiden.
Über Nefren-Ka gibt es laut Wilson keine Publikationen. Er wisse nur von einem Professor Martens aus Berlin, der sich mit dem Thema beschäftige und von einem Franzosen dessen Namen er nicht nennen konnte.
Ilse und der Professor gehen daraufhin in die Sonderausstellung, die von einer Vielzahl Polizisten streng bewacht wird. Es fand ein Diebstahl statt. Ein Mumienband aus dem Alten Reich wurde gestohlen. Es handelte sich um das “Band des Seka” im besten Zustand mit machtvollen Schutzzaubern darauf.
Auf Nachfrage erhält Ilse aus der Bibliothek des Museums einige Bücher. Sie recherchiert das gestohlene Mumienband und erfährt aus einem Buch, das auf dem Band eine unbekannte Gottheit angerufen wird.

Tony Marcone trifft Jack Kawinsky

Tony möchte Informationen über den schwarzen Mafia-Angehörigen herausbekommen. Er veranlasst ein Treffen mit Jack “Blue Eyes” Kawinsky, der in der Familie von Dutch Schulz für Harlem zuständig ist. Kawinsky ist bekannt dafür in einem Park seinen Hund spazieren zu führen und dabei das ein oder andere Gespräch zu führen.
Von Times-lesenden Riesenaffen in Anzügen überwacht, spaziert Jack im Park. Tony bekommt eine Audienz bei ihm. Auf einer Bank unterhalten sie sich. Tony erhält nach einigem Hin und Her die Adresse einer Kneipe in Harlem, in der er nach Carlos Odinga Ausschau halten könne. Allerdings ist er dafür Jack Kawinsky einen Gefallen schuldig. Die Kneipe heißt “Black Pharao”.

Das Treffen auf dem Expeditionsschiff

Im New Yorker Hafen liegt die “SS Gabrielle”, das riesige, schwimmende Hauptquartier der Starkweather & Moore-Expedition. Nach und nach kommen alle Teilnehmer dort an. Vor der Rampe, die auf das Schiff führt, stehen mehrere Reporter und fotografieren die Ankommenden. Tony Marcone, der ungerne fotografiert wird, wenn er keine Erlaubnis gegeben hat, lässt seine Leibwächter einige der aufdringlichen Reporter beiseite “manövrieren”. Vielleicht hört jemand ein Platschen…
Starkweather begrüßt die Ankommenden einzeln mit Handschlag und stellt den Quartiermeister des Schiffes vor, einen Mr. Sykes.
Tony Marcone, Ilse Shoeman, Emma Straßenberg und Reginal William Bedford betreten das Schiff.
Nach einer kurzen Einführung werden sie gebeten ihre Maße nehmen zu lassen um eine passende Antarktisausrüstung zu schneidern. Die Damen sind überrascht, dass sie die einzigen weiblichen Teilnehmer sind und sträuben sich ein wenig. Im Anschluss werden noch einige heroische Fotos vor Kulissen geschossen. Dann gibt es eine ärztliche Begutachtung der Teilnehmer. Starkweather bedankt sich und schickt die Teilnehmer in einen Bus, der sie zu einer zahnärztlichen Untersuchung befördern soll.

Die Busfahrt

Die Insassen des Busses sitzen etwas verteilt, die Damen aber auf zwei Plätzen nebeneinander und schnacken. Außer den Vieren sind noch zwei andere Passagiere im Bus, sowie der Fahrer.
Der Bus fährt am Wasser entlang zu seinem Bestimmungsort, dem Zahnarzt. An einer Ampel fängt der Bus an zu schleudern und hält dann schlitternd an, als wäre ein Vorderreifen zerstört. Kurz darauf hören die Insassen, dass etwas auf dem Dach rumpelt, das Dach sogar einbeult. Es gibt eine kurze, schemenhafte Bewegung an einem Fenster. Es zerbirst und einer der Insassen wird getötet. Tony wirft sich zur Seite und schießt aus dem zerstörten Fenster.
Plötzlich fängt der ganze Bus an zu wackeln und wird auf die Seite geworfen. Kurz darauf fällt er ins dunkle Wasser. Alle Scheiben zerbersten nun und der Bus läuft voll Wasser. Die zwei Damen retten sich aus einem der Fenster und schwimmen an die Oberfläche. Bill versucht einen bewusstlosen Mann aus dem Fenster zu schaffen und nach oben zu bringen. Währenddessen schlängelt sich etwas tentakelartiges auf Tony zu und versucht ihn unterzutauchen. Seine Versuche dieses “Wesen” mit seiner Pistole oder seinem Wasser zu bekämpfen gelingen nicht. Bill schafft es nicht den Mann zu retten. Er schwimmt nach oben um wieder Luft zu bekommen. Das Wesen und Tony liefern sich einen Kampf und ein Wettrennen zugleich: Wer ist als Erster an der Wasseroberfläche und dazu noch am Leben? Mit ein wenig Glück schafft Tony es an Land zu klettern. Doch das Tentakel schießt aus dem Wasser und will ihn zurück reißen. Mit Hilfe der anderen kann er sich befreien und sie fliehen vom Kai. Ilse sieht aus dem Augenwinkel eine cremefarbene Limousine.
Tony organisiert ihnen einen Wagen. Sie fahren schlammverschmiert davon und bringen Tony zu einem bekannten Arzt der Mafia. Die anderen ziehen sich bei Ilse um und kontaktieren Starkweather. Sykes holt sie ab und bringt sie ihn ein Diner. Dort treffen sie einen aufgeregten Starkweather. Sie berichten ihm von dem Unfall und dem Wesen. Er nennt es einen Tintenfisch im Hafen.

08. April 1933

Emma schreibt einen Brief

Sie schreibt an Professor Martens in Berlin wegen Nefren-Ka.

Bill sucht den Essex Club

Bill versucht etwas über den Essex Club und Mr. Treehurn herauszufinden. Er fragt seinen Boxtrainer, der ihm einen Sir Whisterfield empfiehlt. Der Club sei eine Vereinigung von Golfspielern und Schützen. Einen Treehurn kenne er nicht. Der Trainer organisiert ein Treffen mit Sir Whisterfield für den nächsten Tag im Club 24.

Die Diva

Ilse besucht die Diva für das Interview. Tony begleitet sie wegen des Autogramms und ist sehr aufgeregt.

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